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Autor Thema: Getriebeüberholung  (Gelesen 1258 mal)

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Offline Elefant 1

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Getriebeüberholung
« am: 16. Februar 2019, 18:46:53 »
Hallo Leute
Habe heute mal angefangen die beiden defekten 4-Gang Bedford Getriebe zu zerlegen. Sollen als Teilespender für mein 5-Gang dienen. Die Syncronringe sollen ab Fahrgestellnummer alle gleich sein.
Da ich das Spezialwerkzeug leider nur teilweise bekommen habe ( und das wichtigste leider defekt war) musste ich erst mal wieder ein paar Stunden die Drehbank bemühen. ::) Bei der Gelegenheit habe ich das ganze auch etwas stabiler ausgeführt als das originale .
Bevor ich das geliehene zurückgebe werde ich die anderen Teile auch noch nachbauen sodass dann bei mir ein kompletter Satz vorhanden ist. ;D
Also wenn jemand in Zukunft seinen Zahnsalat reparieren will kann er das gerne bei mir borgen.
Gruß Arnfried 

Offline Elefant 1

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Re: Getriebeüberholung
« Antwort #1 am: 16. Februar 2019, 20:04:33 »
Schön Schritt für Schritt nach Werkstatthandbuch.
Ich versuche das mal so zu dokumentieren, das man das als kleine Anleitung verwenden kann.
Mit einer Bilder Anleitung geht das alles etwas besser von der Hand.
Gruß Arnfried

Offline Elefant 1

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Re: Getriebeüberholung
« Antwort #2 am: 24. Februar 2019, 15:03:08 »
So.
Bis jetzt waren das die beiden 4-Gang Schlachtgetriebe.
Jetzt geht es an dem 5-Gang an den Kragen. Ausbau und zerlegen geht gut von der Hand. Bis auf das Rückwärtsgangrad und ein paar Kleinigkeiten ist das alles gleich mit den 4-Gang Getrieben.

Offline Elefant 1

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Re: Getriebeüberholung
« Antwort #3 am: 24. Februar 2019, 15:24:05 »
Erst das hintere Lager raus und dafür den Montagedorn reinschrauben. Dann vorne den Deckel runter und das 4-Punktlager raus. Arretierungsbolzen der Schaltgabeln raus (Achtung beim 5-Gang sind die Längen nicht immer rechts und links gleich) und vorderes Gehäuse demontieren. Danach Rückwärtsgangachse mit M8er Gewindestange ausziehen und Rad mit den Nadellagern und den Beilegescheiben demontieren. Jetzt kann man beide Wellen zusammen rausnehmen.
Der eigentliche Grund der Überholung ist jetzt gut sichtbar. Beide Lager der Vorgelegewelle sind stark verschlissen. Damit stimmt der Eingriff der Zähne zueinander nicht mehr was man bei Last und niedriger Drehzahl deutlich hört. Auch die Messinggleitschienen die in den Schaltgabeln sitzen, haben es fast alle hinter sich. Außerdem sind die Schaltstangen etwas krumm und der Syncronring vom dritten Gang ist auch fertig. :'( Das Getriebe hat sicher schon so einiges erlebt. Wenn das erzählen könnte !!!!! ::)

Offline Elefant 1

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Re: Getriebeüberholung
« Antwort #4 am: 03. März 2019, 12:51:22 »
Ich war am Samstag in Rüsselsheim und habe unter anderem die Teile für das ZF-5-Gang bekommen. ;)

So sehen 500€ aus  :o  Und das war noch super günstig ::)

Man kann dafür auch leicht das doppelte ausgeben, wenn man nicht vernetzt ist. :wand:

Gruß Arnfried

PS: Jetzt ist fast alles da.
"mögen die Spiele beginnen"

Offline Drumhead86

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Re: Getriebeüberholung
« Antwort #5 am: 04. März 2019, 15:32:44 »
Wahnsinn Arnfried :D

Was für ein Metallsalat! Aber das ist ja genau Deins (: Toll wie du das Schätzchen am Laufen hälst!


GLG aus Celle

Julian
Hier wohnen Mascha,Imelda,Julian und Siggi die rrrrote Feuerwehr!

Offline Feuerwehr60

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Re: Getriebeüberholung
« Antwort #6 am: 06. März 2019, 08:23:38 »
Puhhh, da bekomme ich Gänsehaut.
Ich hoffe das bleibt mir erspart, würde ich mich glaube erstmal nicht rantrauen.

Viel Erfolg !!!

Gruß
Thomas

Offline Elefant 1

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Re: Getriebeüberholung
« Antwort #7 am: 06. März 2019, 19:39:28 »
Danke ihr zwei
Ihr könnt mir glauben das ich auch nicht wirklich scharf darauf war das ZF 5Gang zu zerlegen aber wenn es Geräusche macht, was bleibt einem denn sonst übrig? (Machen lassen scheidet schon aus Kostengründen aus.) Außerdem geht das gegen mein Ego. Habe so was zwar auch noch nie gemacht aber ich stehe auf den Standpunkt, das man alles was mal jemand zusammengebaut hat, auch wieder zerlegen und somit auch reparieren kann. Mann muss sich da halt erst mal reindenken und die richtige Literatur besorgen damit das was werden kann. Etwas grundlegendes mechanisches Verständnis ist auch von Vorteil. Speziell bei diesem Getriebe werden die Kegelrollenlager der Vorgelegewelle mit ca 5 Hundertstel mm vorgespannt. Bin mal gespannt ob die Schlachtgetriebe die richtigen Beilagscheiben spenden. Bei meinem Getriebe war das auch das Hauptproblem. Aus den 5 Hundertstel Vorspannung waren durch Verschleiß (und ev auch durch die eine oder andere Vorreperatur) mal locker 3 Zehntel Luft geworden. Dadurch stimmt dann natürlich der Abstand der Wellen zueinander und somit das Zahnflankenspiel nicht mehr. Mann kann deutlich an verschiedenen Dichtmassen (wo eigentlich keine sein sollte) sehen das da schon mehrmals dran rumgeschraubt wurde ohne das die entsprechenden Dichtungen usw vorhanden waren. Am Wochenende ist schlechtes Wetter gemeldet. Dann werde ich mich mal damit auseinandersetzen und die Wellen einmessen. Ich werde euch mit Bildern auf dem laufenden halten.
Gruß Arnfried

Offline Elefant 1

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Re: Getriebeüberholung
« Antwort #8 am: 08. März 2019, 19:44:03 »
Heute geht's los
Als erstes passt der Dichtsatz nicht wirklich. ::) Ist für das Kadett-C Getriebe. Dieses ist zwar vom inneren Aufbau identisch aber der vordere Deckel und auch das Hinterteil sind anders. Da aber die Hauptdichtung zwischen den beiden Gehäuseteilen passt kann ich trotzdem anfangen. :) Die anderen Dichtungen tauscht mein Lieferant problemlos um. Kommen aber leider erst nächste Woche.
Die verschlissenen Lager vom Nebenwellenblock sind runter und die Hauptwelle ist, soweit wie ohne große Werkstattpresse möglich zerlegt. Morgen früh fahr zu meinem FOH. Da darf ich die Presse benutzen. ;D Leider habe ich selbst noch keine eigene, aber das wird sich ändern wenn mir was vernünftiges gebraucht über den Weg läuft.
Gruß  Arnfried

Offline Elefant 1

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Re: Getriebeüberholung
« Antwort #9 am: 10. März 2019, 12:05:53 »
Hallo Leute
Gestern Morgen war ich mit Sigrid mal kurz bei meinem FOH (Freundlichen Opel-Händler).
Als er uns zusammen gesehen hat hat er gesagt "hast du deinen Schmiermaxe dabei" :gröhl:
Aber zwei Hände sind manchmal einfach zu wenig.
Wie man sieht ist da schon mehrmals dran rumgewerkelt worden. Wahrscheinlich immer nur das momentane Problem beseitigt aber nie richtig überholt.  Insgesammt waren drei Messing und zwei Stahl-Syncronringe verbaut. :wand: Die Stahlringe haben im Konus weniger aber dafür tiefere Rillen. Ob das jetzt besser oder schlechter das Öl wegtransportiert, lassen wir mal dahingestellt. Auf jeden Fall verlagert sich der Verschleiß mit den Stahlringen deutlich auf den Konus des Zahnrades, was ich bei den ZF-Preisen nicht so toll finde. Beim dritten Gang waren auch die Gleitsteine im Syncronkörper stark verschlissen. Mann konnte richtig mit dem Fingernagel den Absatz spüren. Den Schlachtgetrieben sei dank, hab ich aber bessere zum einbauen gefunden. Jetzt ist alles mit neuen Messingringen wieder beisammen und wartet auf den Zusammenbau. Die Kegelrollenlager sind auf die Vorgelegewelle aufgepresst und die Lagerschalen dazu sind in den Gehäuseteilen vormontiert. Genau einstellen und einmessen kann ich das erst wenn alle Dichtungen da sind, da deren Dicke ja die Beilagescheibendicke bestimmt und damit die Vorspannung der Lager. ::)
Sollen diese Woche kommen. Schauen wir mal wann.

In der Hoffnung euch nicht zu langweilen
Gruß Arnfried

Offline Elefant 1

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Re: Getriebeüberholung
« Antwort #10 am: 17. März 2019, 14:58:29 »
Den Frust über ein verregnetes Wochenende bekämpft man am besten in der Werkstatt. ;)

Der Neue Dichtsatz kam am Donnerstag an. Original ZF. Diesmal passte die Mitteldichtung nicht  :motz: aber dafür der Rest. Mit der Mitteldichtung des ersten Satzes und dem Rest des zweiten klappt das aber. ::) Rest gebe ich wieder zurück
Also ran ans Werk. Als erstes die Lagersitze des Vorgeleges ausmessen und etwas rechnen um die benötigten Dicken der Beilegescheiben zu ermitteln. Alles zugeordnet mit Kabelbindern an der jeweiligen Position fixieren damit das bei der Montage kein Durcheinander gibt.
 

Offline Elefant 1

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Re: Getriebeüberholung
« Antwort #11 am: 17. März 2019, 15:34:41 »
Zusammenbau!
War so voller Tatendrang das ich leider einige Bilder vergessen habe zu machen. Als es mir dann aufgefallen ist hatte ich aber keine Lust mehr das noch mal zu zerlegen. :wand: Egal. Einfach nach WHB. Es ist auf jeden Fall von Vorteil wenn der Helfer so kleine Hände wie Sigrid hat. Beide Wellen müssen gleichzeitig durch die hintere obere Lagerbohrung und unten ins Kegelrollenlager. Dabei muß man auch noch darauf achten das die Schaltgabeln in den zuvor mit Fett eingeklebten Rastbolzen sitzen. (Wenn ich wieder auf die Welt komme werde ich Tintenfisch) Man sollte mindestens 4, besser mehr Arme haben. Sigrids kleine Hand passte wunderbar durch die Lagerbohrung. So konnte sie die Hauptwelle problemlos führen.

Die Rückwärtsgangwelle ist speziell beim 5 Gang auch so eine Sache. Im WHB steht mit Messingdorn einschlagen. Ich weiß nicht wer das geschrieben hat, aber gemacht hat er das sicher noch nicht. Spätestens beim zweiten Schlag fallen schon die ersten Lagernadeln wieder runter. :o Die Passung im Gehäuse ist so was von stramm und wieder das Problem mit nur zwei Händen. :wand:
Also beide Sitze im Gehäuse mit dem Heißluftföhn auf gute 80 Grad erhitzt und neuer Versuch. Leider fielen dann die mühsam eingemessenen Lagerschalen des Vorgeleges aus dem warmen Gehäuse raus. :motz: Daher zuerst die Lagerschalen mit Muttern, Scheiben und Schrauben sichern und dann nächster Versuch. Diesmal klappt es mit vereinten Kräften. Es ist darauf zu achten, das die Bohrung seitlich in der Welle mit der im Gehäuse schon beim einsetzen übereinstimmt. Ein späteres drehen ist unmöglich, da die Temperaturen von Welle und Gehäuse sich sofort angleichen was ein drehen unmöglich macht.     

Offline Elefant 1

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Re: Getriebeüberholung
« Antwort #12 am: 17. März 2019, 15:58:22 »
Als nächstes auf dem Programm stand das Vierpunktlager an der Eingangswelle.
Da bin ich vom Blitz-WHB abgewichen und habe das so wie in der TI vom Kadett C Getriebe gemacht.
Zuerst wieder ausmessen und Ermittlung der benötigten Beilagescheiben. Danach Lagermontage.
Da das auch ziemlich stramm geht wollte ich das nicht einfach Mit dem Spezialwerkzeug kalt draufdrücken. Der geteilte Innenring lässt sich auf 80 Grad Celsius erwärmt einfach aufschieben. Erst inneren Ring auf die Welle drauf. Dann Lager mit Werkzeug ins Gehäuse einbauen und danach den äußeren der beiden Innenringe erwärmen und aufschieben. Das ganze dann mit dem Werkzeug noch mal nachpressen und gut. Danach Scheibe und Sicherungsring vorne und vorderen Deckel mit neuer Dichtung und den entsprechenden Beilagescheiben für die Lager montieren. Schaltdom und Knüppel montieren und alle Gänge mal durchschalten. Als das alles passte und funktionierte ist mir erst mal ein riiiiiesen Stein vom Herzen gefallen.
Keine Teile Übrig , alle Gänge gehen rein, = Tagesziel erreicht. Jetzt muss es nur noch nach dem Einbau ruhig laufen. :heat:

Gruß Arnfried

Offline Drumhead86

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  • drumhead86
Re: Getriebeüberholung
« Antwort #13 am: 20. März 2019, 14:35:28 »
Herzlichen Glückwunsch euch Beiden!!


Hammer wie das geklappt hat! Wir drücken die Daumen!!

LG aus Celle

Die 3 Blitzer
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Offline Elefant 1

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Re: Getriebeüberholung
« Antwort #14 am: 24. März 2019, 20:05:50 »
Wochenendziel leider nicht erreicht. >:(
Mein Teilehändler hat mir die falschen Auspuffdichtungen besorgt. :motz:
Bis auf den Auspuff ist alles wieder an seinem Platz. Probefahrt musste leider wegen falscher Flammrohrdichtungen verschoben werden. ::)
Bei der Gelegenheit hab ich auch gesehen warum er in letzter Zeit so sportlich klingt. Alte gerissene Schweißnaht mit dem Luftschleifer rausgefräst, fertig zum nachschweißen. Schaun wir mal wann die richtigen Dichtungen kommen.
Gruß Arnfried

 


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